Brand in Jeitendorf: Feuerwehr verhindert Übergreifen auf angrenzende Schweineställe

von Manuel Kitzler (Text) und Doku NÖ (Fotos)Zuletzt vor 3 Tagen geändert.
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Zu einem Großeinsatz kam es am Samstagvormittag, dem 20. Juni 2026, im Bezirk Krems. In Jeitendorf fing aus derzeit unbekannter Ursache eine Maschinenhalle Feuer, wobei die Flammen auf angrenzende Schweineställe überzugreifen drohten.

Gegen 10:30 Uhr alarmierte der Diensthabende der Bereichsalarmzentrale Krems elf Feuerwehren zum Brandeinsatz. Die örtliche Feuerwehr, welche bereits unmittelbar nach der Alarmierung zum Einsatzort ausrückte, setzte vor Ort umgehend erste Maßnahmen.

Die Schweine, die sich im benachbarten Stall befanden, wurden unverzüglich in den Außenbereich gebracht. Vom Nachbargrundstück aus wurde binnen weniger Minuten eine Löschleitung von einer Zisterne aufgebaut, die rund 70 Kubikmeter Wasser fasste. Durch dieses rasche Vorgehen konnte eine Brandausbreitung auf die angrenzenden Schweineställe verhindert werden. Während eine zweite Löschleitung vorbereitet wurde, trafen die mitalarmierten Feuerwehren am Einsatzort ein.

Gemeinsam wurde ein umfassender Außenangriff aufgebaut, um das Feuer schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Während über mehrere Strahlrohre sowie die Drehleiter Wasser auf das Brandobjekt abgegeben wurde, konnte ein Atemschutztrupp auch vom Inneren des Stalles aus die Brandbekämpfung durchführen. Nach rund zwei Stunden war das Feuer größtenteils gelöscht.

Da neben den Maschinen auch Stroh gelagert war, musste dieses aus dem Brandobjekt entfernt und gesondert abgelöscht werden. Nach den abschließenden Löscharbeiten konnte durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Jeitendorf „Brand aus“ gegeben werden. Sämtliche eingesetzten Einsatzkräfte bauten die Gerätschaften zurück und rückten anschließend wieder ab. Die Schweine konnten danach in ihren Stall zurückkehren.

Die örtliche Feuerwehr führte in weiterer Folge mehrmals eine Brandnachschau durch. Diese ergab jedes Mal dasselbe Ergebnis: Es waren weder Rauch noch Wärmequellen feststellbar. Bis zum nächsten Tag wurden dennoch mehrere Kontrollgänge durchgeführt.

Weder Menschen noch Tiere wurden bei diesem Brandeinsatz verletzt. Wie der Kommandant der Feuerwehr Jeitendorf schilderte, wurde die rund 30 Häuser große Ortschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehrfach von Großbränden heimgesucht. So handelte es sich bereits um den vierten Großbrand innerhalb der letzten 22 Jahre. Besonders hob er die Zisterne des Nachbarn als entscheidenden Faktor für den Einsatzerfolg hervor. Ohne die rasche Löschwasserversorgung wäre das Feuer vermutlich auf die angrenzenden Ställe übergegriffen.

Der Einsatz konnte gegen 12 Uhr des Folgetages nach mehreren Kontrollen beendet werden. 


Eingesetzte Kräfte:

FF Alberndorf (ZT)
FF Allentsgschwendt
FF Brand (ZT)
FF Gföhl
FF Gloden
FF Großreinprechts
FF Jeitendorf
FF Lichtenau
FF Moniholz (ZT)
FF Niedergrünbach
FF Obergrünbach

Brandursachenermittler
Polizei
Rotes Kreuz Krems