Einsatzübung im Kremser Universitätsklinikum

von Manuel KitzlerZuletzt vor 3 Tagen geändert.
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Im Universitätsklinikum Krems wurde am vergangenen Mittwochnachmittag, den 12. August 2026, eine Alarmplanübung mit der Übungsannahme eines Zimmerbrandes durchgeführt. Neben der zuständigen Betriebsfeuerwehr nahmen an der Übung alle Feuerwachen der Feuerwehr Krems sowie die Feuerwehren Rohrendorf, Langenlois und Mautern teil. Aus dem Bezirk St. Pölten wird bei einem Brand zusätzlich die Feuerwehr Herzogenburg mit der Drehleiter alarmiert.

Um die Einsatzübung so realistisch wie möglich zu gestalten, waren auf einer für die Übung gesperrten Station alle Betten wie im Normalbetrieb mit Übungsdarstellern belegt. Ein Zimmer sowie der Gang wurden verraucht, um einen Zimmerbrand zu simulieren.

Um 16:30 Uhr startete die Einsatzübung mit dem Eingang eines ausgelösten Brandmelders. Nach Alarmplan wurden die Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache zum Übungsobjekt entsendet. Während der Einsatzleiter die Lage erkundete, ging bereits ein Atemschutztrupp der Betriebsfeuerwehr zur betroffenen Station. Der Einsatzleiter wurde bereits von einer Pflegekraft emfpangen und erhielt, die Meldung, dass es sich um einen Brand in einem Zimmer handelt, eine Rauchentwicklung war ebenso deutlich zu sehen. Daraufhin wurde die Alarmstufe 3 ausgelöst und alle weiteren Übungsteilnehmer zum Krankenhaus alarmiert.

Nach einem vordefinierten Plan der Betriebsfeuerwehr bekommt jedes Fahrzeug am Portier mittels eines eigenen Ausdrucks eine zuständige Aufgabe. Dort ist festgelegt, wo die Fahrzeuge ihre Aufstellflächen haben und was deren Auftrag ist. So ging der erste Atemschutztrupp der Hauptwache gemeinsam mit seinem Gruppenkommandanten über den Haupteingang in das Brandgeschoss vor. Tank 10 Krems, welches in diesem Fall das ersteintreffende Fahrzeug darstellte, fuhr in den hinteren Bereich des Areals und speiste die trockene Steigleitung. Die Drehleiter der Feuerwehr Krems und in späterer Folge jene aus Herzogenburg brachten sich ebenfalls im hinteren Bereich in Stellung. Weitere Atemschutztrupps sammelten sich bei den Drehleitern und wurden im weiteren Verlauf per Hubrettungsgerät in das Brandgeschoss gebracht.

Unter Atemschutz wurden parallel die Räumlichkeiten auf der Station durchsucht und die Personen gerettet. Hier stand auch die schonende Rettung der Patienten im Vordergrund. Mit Evakuierungstüchern, welche unter jedem Matratze standardmäßig bereitgestellt sind, kann eine Rettung von nicht gefähigen Personen rasch und einfach erfolgen.

Nachdem alle Personen aus der Station gerettet worden waren, konnte die Übung beendet werden. Auch das Rote Kreuz Krems war bei dieser Einsatzübung eingebunden. Im Erdgeschoss wurde eine Triage eingerichtet, wo die Patienten versorgt und anschließend in andere Gebäude abtransportiert wurden. Gegen 18 Uhr konnte die Übungsnachbesprechung begonnen werden. In einer Runde aller Gruppenkommandanten wurde das Vorgehen besprochen.

In weiterer Folge versammelten sich alle Teilnehmer. Willi Bogner, Betriebsfeuerwehrkommandant des Universitätsklinikums Krems, bedankte sich zunächst bei allen anwesenden Einsatzkräften für ihre Teilnahme. Auch durfte er einige Ehrengäste willkommen heißen, unter anderem seitens der Stadt Krems den Magistratsdirektor Mag. Karl Hallbauer und für die Bezirkshauptmannschaft Krems den Bezirkshauptmannstellvertreter Mag. Matthias Schram. Seitens der Feuerwehr waren neben dem Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Josef Schrabauer auch Thomas Docekal, Vorsitzender der Betriebsfeuerwehren in Niederösterreich und Österreich, anwesend.

Aufgrund des komplexen Gebäudes, der sensiblen Bereiche und der großen Brandabschnitte ist es erforderlich, rasch viel Wasser vor Ort zu haben. Aus diesem Grund wurde bei dieser Übung auch eine Zubringerleitung vom Kremsfluss aufgebaut. Auf spezielle Gegebenheiten ging der Betriebsfeuerwehrkommandant noch ein, bevor er das Mikrofon an seine Ehrengäste weitergab.

Mag. Karl Hallbauer erwähnte, dass genau solche Übungen der Bevölkerung zeigen, wie ernst die Feuerwehr ihre Aufgaben nimmt und wie gut ein Brandeinsatz in einem so großen Gebäude abgearbeitet werden kann. Die ausgearbeiteten Einsatzunterlagen sind nicht nur für die örtlichen Kräfte eine Stütze für den Einsatzverlauf, vielmehr sind sie ein wichtiges Bindeglied für die außenstehenden Feuerwehren.

Seitens des Landesfeuerwehrkommandos bedankte sich Thomas Docekal für die Ausarbeitung der Einsatzübung: „Das niederösterreichische Landesfeuerwehrkommando ist stolz auf genau solche Arbeiten“.

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Seitens der anwesenden Klinikleitung dankte auch die ärztliche Direktorin Hon.Prof. Dr. Andrea Zauner-Dungl, für das zahlreiche Kommen der Einsatzkräfte. Sie warf in ihrer Rede einen kurzen Rückblick auf den Beginn der dauerhaft besetzten Betriebsfeuerwehr und deren Ausarbeitung. Sie und die Klinikleitung seien stolz auf ihre Betriebsfeuerwehr.

Bei einem gemeinsamen Abschlussessen wurde die Übung beendet.


Eingesetzte Kräfte:

FW Egelsee
FW Gneixendorf
FW Hauptwache
FW Krems-Süd
FW Rehberg

BTF Universitätsklinikum Krems
FF Langenlois
FF Mautern
FF Rohrendorf

Gemeinde
Polizei
Rotes Kreuz Krems